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Der Terrier im Hundesport

Von A wie Agility bis Z wie Zuchttauglichkeitsprüfung: Es gibt in der Schweiz zahlreiche Möglichkeiten, sich mit dem Hund zu betätigen oder zu beschäftigen. Dabei spielen weder Grösse noch Alter des Vierbeiners eine wesentliche Rolle: Jeder Hund kann – seinen Fähigkeiten entsprechend – hundesportlich beschäftigt werden.

Es gibt zahlreiche Sportarten und Disziplinen, die es erlauben, den Terrier geistig und körperlich zu fordern. Man kann ihm beispielsweise beibringen, mit seiner guten Nase kilometerlange Fährten zu verfolgen. Oder vermeintlich verletzte Personen zu suchen und anzuzeigen. Aber auch Gegenstände zu apportieren, im Schnee nach vergrabenen Rucksäcken zu buddeln oder so schnell wie möglich über Hindernisse zu flitzen. Dabei ist es unwesentlich, ob man diese Beschäftigung einfach nur zum Plausch oder aber mit ehrgeizigen Prüfungsambitionen ausübt. Ganz klar sollte aber das Wohl des Terriers immer im Vordergrund stehen.

Denn: Schliesslich soll das gemeinsame Hobby Freude machen – dem Menschen, vor allem aber auch dem Terrier.

Nationales Hundehalterbrevet (NHB) Theorie und Praxis
Hier werden zum einen das Wissen zur Hundehaltung vermittelt und geprüft, sowie Alltagssituationen gemeinsam mit dem Hund in der Praxis geübt (z.b. Leinenführigkeit, Begegnungen, Verband anlegen, etc.). Auch dieser Teil kann mit einer Prüfung abgeschlossen werden.

Begleithund
Die Begleithundeprüfung gilt als Einstieg in den Hundesport und wird vielfach als Basis für andere Sportarten vorausgesetzt. Sie umfasst eine bis zu 400 Meter lange Fährte und ein Sachenrevier, verschiedene Unterordnungsübungen, Hoch- und Weitsprung, sowie Apportieren.

Fährtenhund
Hier kann der Hund seine gute Nase gebrauchen: Bei den verschiedenen Fährtenhundeprüfungen (FH, FH 97, FCI FH) hat der Hund innert einer vorgegebenen Zeit eine bis zu 1800 Schritte lange und mit mehreren Winkeln und Gegenständen versehene Fremdfährte zu verfolgen.

VPG
Die Abkürzung VPG bedeutet «Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde» – und der Name ist Programm: Die Prüfung umfasst in der Nasenarbeit eine Fährte sowie ein Sachenrevier, verschiedene Unterordnungsübungen und die Abteilung C, die Arbeit mit dem Helfer.

IGP (früher IPO)
Die «internationale Gebrauchshundeprüfung» (IGP) verlangt von den teilnehmenden Teams eine Fährte, verschiedene Unterordnungsübungen (unter anderem Apportieren über Hürde und Schrägwand) sowie die Abteilung C, die Arbeit mit dem Helfer.

Katastrophenhund
Die Organisation «REDOG» bildet Rettungshunde für die Suche nach Menschen in Trümmern aus. Diese kommen bei- spielsweise bei Erdbeben oder Bergstürzen zum Einsatz. Erst müssen die Teams jedoch einen Einsatztest bestehen und diesen regelmässig wiederholen.

Sanitätshund
Lauffreudigkeit ist ein wichtiges Kriterium für den Sanitätshund: Er sucht ein bis zu 120x400 Meter grosses Revier systematisch nach vermeintlich verletzten Personen und nach Gegenständen ab und zeigt diese seinem Besitzer an. Besonderheit in der Unterordnung: Das Kriechen.

Gebirgs-/Flächensuchhund
Ebenfalls von der Organisation «REDOG» werden Gebirgs- und Flächensuchhunde ausgebildet. Diese werden jeweils aufgeboten, um nach vermissten Wanderern, Bergsteigern oder Pilzsammlern zu suchen.
Lauffreudigkeit und gute Kondition von Mensch und Hund sind wichtige Voraussetzungen.

Agility
Rund 20 Hindernisse zählt ein Agility-Parcours, der von Hund und Hundeführer in korrekter Reihenfolge, möglichst schnell und ohne Fehler oder Verweigerungen absolviert wird. Die Hunde werden aufgrund ihrer Grösse in drei Kategorien eingeteilt; die Hindernishöhe wird angepasst.

Mobility
Weder Zeitdruck noch Konkurrenzkampf: An einem Mobility absolvieren Hund und Hundeführer Hindernisse wie Tunnel, Wackelbrett oder Bändelvorhang. Die Hindernisse sind im Reglement genau umschrieben. Es gibt keine Rangliste, sondern lediglich ein «erfüllt» oder «nicht erfüllt».

Dogdance
Der Hund dreht sich um die eigene Achse, legt sich auf den Rücken oder springt auf Befehl über das Bein seines Besitzers: Beim Dog-Dancing ist praktisch alles erlaubt. Verschiedene Figuren werden aneinandergehängt und zu passender Musik vorgeführt. Hier ist Kreativität gefragt.

Military
Ein Military ist ein Spaziergang von mehreren Kilometern Länge, auf dem unterwegs verschiedene Aufgaben zu lösen sind. Da kein Reglement existiert, sind der Fantasie der Organisatoren bei der Posten-Gestaltung praktisch keine Grenzen gesetzt. Startzeiten meist frei wählbar.

Ausdauersport
Sie heissen Canicross, Canin-Cross oder Biathlon – und es geht bei allen ums Gleiche: Mensch und Hund legen joggend eine bestimmte Strecke zurück und meistern unterwegs verschiedene Hindernisse. Nur für Teams mit guter Kondition, die regelmässig gemeinsam trainieren.

Bike-Jöring
Ebenfalls im Ausdauerbereich ist das «Bike-Jöring» angesiedelt: eine Wettkampfform, die vielfach an Wagenrennen angeboten wird. Daneben gibt es von der SKG eine so genannte «Ausdauerprüfung» über 20 Kilometer – mit vorgeschriebenen Pausen und Tierarzt-Kontrollen. Keine Rangierung.

Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten

Treibball: Der Hund wird mittels Kommandos und Handzeichen dazu motiviert, verschieden grosse Bälle in ein Tor zu rollen.

Frisbee: Der Hund fängt Frisbees aus der Luft ab und bringt diese zurück. Zum Teil zu Musik, es gibt genau definierte Figuren, aber auch Raum für Kreativität.

Walking: Was dem Menschen gut tut, schadet auch dem Hund nicht. Allerdings ersetzen gemeinsame Walking-Einheiten nicht den täglichen Spaziergang!

Flyball: Ein unterhaltsamer Mannschaftssport, bei dem immer zwei Mannschaften mit je vier Hunden gegeneinander antreten. Die Hunde überqueren vier Sprünge, holen sich aus der Flyball-Maschine einen Tennisball und kommen auf gleichem Weg zurück.

Und noch vieles mehr! 

(Quelle Text: Warum nicht Hundesport, Sonderdruck SKG) von Ursula Känel

Die Möglichkeiten sind fast unerschöpflich. Z.B. finden Sie unter polydog.ch weitere Sportarten, die unter der Obhut der SKG stehen.

Ein Teil der oben genannten Sportarten und Beschäftigungsmöglichkeiten werden auch in unseren Ortsgruppen angeboten. Zudem werden auch der eine oder andere Kurs zu einem gewünschten oder aktuellen Thema organisiert. Diese werden jeweils auf unsere Hompage unter Aktuelles ausgeschrieben. 

Links zu den Seiten der SKG und deren Sport-Kommissionen

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Technische Kommission für das Gebrauchs- und Sporthundewesen - TKGS

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Technische Kommission Agility Mobility Obedience - TKAMO

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Kommission Jugend + Hund - KJ+H

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Kommission POLYDOG

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Arbeitsgemeinschaft für das Jagdhundewesen

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SKG Schweizerische Kynologische Gesellschaft Bern

Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG)
Sagmattstrasse 2, Postfach, CH-4710 Balsthal
Telefon 031 / 306 62 62 FAX 031 / 306 62 60
Briefumschlag skg@skg.ch / www.skg.ch

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